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Bücher

Das Fischereibuch

Maximilians I.

Faksimile und Transkription

von

Martin Hochleithner und Wolfgang Hohenleiter

Hardcover, 200 Seiten

Erschienen 2013

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INHALT

VORWORT

EINLEITUNG

ABBILDUNGEN

FAKSIMILE & TRANSKRIPTION

MAXIMILIAN I.

FISCHARTEN

LITERATUR


EINLEITUNG

Das Fischereibuch Maximilians I. von Habsburg, aus dem Jahre 1504, geschrieben vom Jagdschreiber Wolfgang Hohenleiter, wobei der landesfürstliche Fischmeister Martin Fritzen das Material dafür aufnahm, ist eines der ältesten erhalten gebliebenen Bücher über die Bewirtschaftung von Fischgewässern in Tirol und Görz. Es ist selbst nach mehr als einem Halben Jahrtausend immer noch von Bedeutung und Interesse.
Kaiser Maximilian I. war nicht nur ein großer Ritter und Herrscher, sondern auch ein begeisterter Jäger und Fischer. Unter ihm kam es zu intensiven Bemühungen um Besatz, Hege, Schutz und Nutzung der Fischbestände. Motiv für diese Maßnahmen war einerseits die Freude am Fischfang, andererseits die Nutzung der Fischbestände für die Verpflegung des Landesherren und seines Gefolges.
Die Beschreibung in seinem Buch sollte Maximilian I. und den künftigen Landesfürsten die Kenntnis vermitteln, welche Fischgewässer zu ihrem Nutzen und Vergnügen dienen, welche Arten von Fischen sie beherbergen und wann diese Fische gefangen und für die Hofküche verwendet werden sollten. Die Beschreibung der Gewässer war dabei relativ genau und viele Gewässer haben heute noch so ähnliche Namen, so dass eine Identifizierung durchaus möglich ist.
Mit wenigen Ausnahmen werden dabei nur die unmittelbaren landesfürstlichen Fischgewässer (insgesamt 110) berücksichtigt. Einige dieser Gewässer waren künstlich angelegt und sind heute Großteils nicht mehr vorhanden. So befanden sich so genannte Ablassseen (Teiche) bei Ambras, Wiesen, Natters, Völs, Spiegelfreud und auf dem Seefeld. Andere so genannte Wildseen sind meist sehr klein und abgelegen. Für Maximilian I. boten diese Gebirgsseen sowohl wichtige Nahrung als auch willkommene Erholung während seinen Jagdausflügen in entfernten Gegenden.
Interessant ist, dass zwar die größten Seen (Achensee, Plansee, Kalterer See) erwähnt werden, aber die größten Flüsse des Landes (Inn, Lech, Etsch) im Fischereibuch nicht als Fischgewässer erwähnt werden. Vermutlich wurde das Fischereibuch auch nicht komplett fertig gestellt, denn es hat 60 Blätter (120 Seiten), wobei Blatt 42-46 und Blatt 57-60 leer sind (Blatt 48 ist nicht vorhanden bzw. wurde bei der Nummerierung übersprungen), so dass angenommen werden kann das noch einige Gewässer (im Etschland und um Görz) später nachgetragen werden sollten.
Die alte Handschrift (Tinte auf Papier) ist mit etwas Übung, auch heute noch relativ gut zu lesen und zu verstehen. Einige der früheren Bezeichnungen über Fischarten wie Phrillen (Pfrillen = Elritzen) und Tolben (Tolm = Koppen), oder Fanggeräte wie Pern (Hamen) und Taupl (Senke), werden im Tiroler Dialekt auch heute noch großteils so oder so ähnlich bezeichnet.
Die darstellende Kunst wolle Maximilian I. dabei nicht missen, prunkvolle Wappenschilde und lebensvolle Darstellungen von Jagd- und Fischereiszenen, dem Hofmaler Jörg Kölderer zugeschrieben, machen das Buch anschaulicher und lebendiger. Die szenischen Farbbilder sind für den Fachmann von hohem Interesse, da sie den damaligen Fischereibetrieb und die verwendeten Fischereigeräte gut veranschaulichen. Auf einigen Bildern ist auch Maximilian I., erkennbar an seiner grauen Jagdkleidung, selbst abgebildet.
Das historisch wertvolle Original des Fischereibuchs Maximilian I. befindet sich heute in der „Sammlung von Handschriften und alten Drucken“ (Codex Nr. 7962) der Österreichischen Nationalbibliothek in Wien. Neben dem Original aus dem 16. Jahrhundert gibt es noch zwei gleiche Abschriften vom Ende des 17. und Anfang des 18. Jahrhunderts, sowie zwei veränderte Ausgaben aus dem 20. Jahrhundert (Mayr 1901, Unterkircher 1967).
Die nun vorliegende Wiedergabe des Fischereibuches von Maximilian I., beinhaltet sowohl die Faksimile als auch die Transkription des Originals, wobei auf den folgenden Seiten jeweils das Faksimile auf der linken (geraden) Seite und die Umschrift in „Frakturschrift“ und Übersetzung in „Rundschrift“ auf der rechten (ungeraden) Seite steht. Die Nachzeichnungen der Bilder (auf der rechten Seite) stammen dabei aus Mayr, 1901.
Das Buch ist nicht nur für Angler und Fischer interessant sondern auch für Gewässerinhaber und -bewirtschafter, sowie Biologen, Historiker und Kunstliebhaber. Mit der Herausgabe dieser Reproduktion soll das interessante Buch einem weiteren Leserkreis zugänglich gemacht werden. Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Lesen.

Kitzbühel, 2013

Martin Hochleithner


REZENSIONEN

Österreichs Fischerei, 66 (8/9): 237.

Das Fischereibuch Maximilians I. - Faksimile und Transkription.
Von Martin Hochleithner und Wolfgang Hohenleiter.
Hardcover, 200 Seiten. Erschienen 2013.
21,60x30,30x1,80 cm, ca. 650 g. ISBN: 978-3-902855-14-5
AquaTech Publications, Kitzbühel, www.aqua-tech.eu
Preis, EUR 90,- netto
Das Fischereibuch Maximilians I.

Das Fischereibuch Maximilians I. von Habsburg aus dem Jahre 1504, geschrieben vom Jagdschreiber Wolfgang Hohenleiter, ist eines der ältesten erhaltenen gebliebenen Bücher über die Bewirtschaftung von Fischgewässern in Tirol und Umgebung. Es ist selbst nach mehr als einem Halben Jahrtausend immer noch von Bedeutung und Interesse. Kaiser Maximilian I.  war nicht nur ein großer Ritter und Herrscher, sondern auch ein begeisterter Jäger und Fischer. Unter ihm kam es zu intensiven Bemühungen um Besatz, Hege, und Nutzung der Fischbestände. Motiv für diese Maßnahmen war einerseits die Freude am Fischfang, andererseits die Nutzung der Fischbestände für die Verpflegung des Landesherren und seines Gefolges. Die vorliegende Wiedergabe des Fischereibuches von Maximilian I., herausgegeben von Fischereimeister Martin Hochleithner, beinhaltet sowohl die Faksimile als auch die Transkription des Originals, das sich heute in der Österreichischen Nationalbibliothek in Wien befindet (Codex 7962). Das historisch wertvolle Buch ist nicht nur für Angler und Fischer interessant sondern auch für Gewässerbewirtschafter und Biologen, sowie Historiker und Kunstliebhaber.
Ein Inhaltsverzeichnis finden Sie unter http://www.aquaculture-com.net/publications/fischereibuch.htm

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